Nachbarschaft Inneneinrichtung

Gastwirtschaft

Unsere Gastwirtschaft blickt auf über 200 Jahre Gastlichkeit zurück. Hier haben sich schon viele Menschen zusammengefunden, um dem gemeinsamen Miteinander zu frönen. Auf rund 120 Quadratmetern erwarten Sie viele kleine Augenfreuden und ein einzigartiges Getränkesortiment.  Krombacher wird frisch gezapft und das gleich aus drei Hähnen. Weiterhin dürfen Sie zig Sorten Gin, Single Malt, Rum sowie sonstige alkoholische und nichtalkoholische Spezialitäten erwarten. Die Einrichtung unserer Lokalität lädt ein zu Vereinsabenden, Stammtischen und unverbindlichen Treffen. Jeder Gast, der unser Türschwelle betritt, wird herzlich begrüßt und mit Hingabe umsorgt. In den Sommermonaten steht Ihnen eine große Außenterrasse zur Verfügung, auf der Sie nicht nur die Sonnenstrahlen einfangen können sondern das Örtchen Sieboldshausen aus einem anderen Blickwinkel wahrnehmen werden.

Lokalität Nachbarschaft – Eine über 200 jährige Tradition wird fortgeführt

Geschichte des Gasthauses in Sieboldshausen

Im Jahre 1797 (laut Türbalken) wurde das Gasthaus erbaut, welches als Gast- und Wohnhaus diente. Zu dieser Zeit waren mehrere Stallungen angrenzend an die Gastwirtschaft errichtet wurden und die damaligen Eigentümer gingen nebenher der Landwirtschaft nach.

Das Gebäude bekam im Jahre 1852 besondere Bedeutung, als das über der Gaststube liegende Zimmer zum staatlichen Gerichtszimmer umgenutzt wurde. Schon damals war die Gaststätte ein zentraler Ort im beschaulichen Dörfchen Sieboldshausen. Zum damaligen Zeitpunkt hieß der Besitzer Heinrich Hildebrandt jun., was 1853 im Grundbuch des Hauses vermerkt wurde.

Mit dem Tod von Heinrich Hildebrandt jun, im Jahre 1871, ging das Eigentum an seine Witwe, Amalie Hildebrandt (geb. Thielbörger) über, die fort dann den Gaststättenbetrieb mit der Familie weiter betrieb.

Die Tochter von Amalie und Heinrich Hildebrandt, mit Namen Marie, heiratet 1884 Lorenz Zimmermann, worauf hin das Ehepaar Zimmermann die Liegenschaft nebst Gastwirtschaft übernahm. 1892 wurde dann die Gastwirtschaft unter dem Namen „Gasthaus Zimmermann“ geführt.

1896 kam es zu einem verheerenden Feuer, bei dem die Stallungen und die Scheune bis auf die Grundmauern niederbrannten. In den darauffolgenden Jahren kam es zum jetzigen Anbau und so entstand das Grundgerüst des heutigen Festsaales.

In alten Grundbesitzunterlagen ist vermerkt, dass noch im Jahr 1906 die Witwe Marie Zimmermann Inhaberin des Anwesens war und dies sodann an ihren Sohn Hermann Zimmermann überschrieb.

Bereits im Jahr 1911 gaben sich Else Biermann und Hermann Zimmermann das Jawort, woraufhin sie gemeinsam den Gaststättenbetrieb aufrechterhielten.

Im Jahre 1925 wurde die erste Poststelle im Ort ansässig, die sich sodann ebenfalls im Gasthaus Zimmermann befand.

Zur Zeit des zweiten Weltkrieges wurde etwas ruhig um das Gaststättenleben, woraufhin man im Jahr 1945 mit regelmäßigen Kino Vorführungen auf dem damaligen Saal begann.

1951 verstarb Hermann Zimmermann und seine Witwe Else führte das Gasthaus weiter und verpachtete sämtliche Ländereien und stellte den Landwirtschaftlichen Betrieb ein.

Im Jahr 1968 wurde die Gaststätte an Ulli Bacher verpachtet, der im Jahr 1969 verzog. Weiterhin verstarb in diesem Jahr Else Zimmermann.

Im Februar 1969 übernahmen Erika und Wilfried Evers das Gasthaus und führten es weiter unter dem Namen „Gasthaus Zimmermann“.

Im Laufe der Zeit musste ein neuer Name her und somit bekam die Lokalität im Jahr 1980 den Namen „Zum Krug“.

Ab 1985 spielte jährlich die Theatergruppe des Heimatvereins ihre Theaterstücke, zur großen Freude Ihrer Zuschauer. Bis heute sind die Aufführungen große Erfolge und die Theaterabende sind sehr gut besucht.

Das Jahr 2001 wurde von einem traurigen Schicksalsschlag geprägt, als Wilfried Evers plötzlich verstarb. Von diesem Zeitpunkt an führte Erika Evers mit Hingabe, Engagement und Heimatliebe die Gaststätte, bis sie sich am 16.12.2017 in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedete.

Nach aufwendigen Renovierungs- und Sanierungsarbeiten öffnete am 10.02.2018 die Nachbarschaft ihre Türen und knöpft somit an über 200 jährige Tradition an.